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Meridian 2008-1 mit dem Schwerpunkt: “Halbsummen – Deutung und Bedeutung”


Markus Jehle

Chefredakteur Markus Jehle


Es ist knapp einen Saturnumlauf her, dass die astrologische Fachzeitschrift Meridian zum ersten Mal erschienen ist. Damals waren die Halbsummen so etwas wie der natürliche Themenschwerpunkt einer jeden Ausgabe. Die meisten Autoren standen in der Tradition der Kosmobiologie und arbeiteten ganz selbstverständlich mit den Halbsummen-Deutungen von Reinhold Ebertin, die durch sein Standardwerk KdG (Kombination der Gestirneinflüsse) allgemein zugänglich und gebräuchlich waren.

Heute ist das offensichtlich anders. Um überhaupt Beiträge zu bekommen, in denen die Halbsummen-Deutung noch eine nennenswerte Rolle spielt, haben wir in dieser Ausgabe eigens einen Themenschwerpunkt dafür geschaffen. Dennoch ist es nur ein einziger Beitrag, den wir Ihnen zu diesem Thema anbieten können. Darin gibt Ihnen unser Autor Reinhard Müller einen profunden Einblick in die Deutung und Verwendung der Halbsummen in der Praxis.

Eine nennenswerte Bedeutung im Sinne eines allgemeinen, regen Gebrauchs scheinen die Halbsummen heutzutage nicht mehr zu haben. Überraschend ist das nicht, aber schade ist es schon. Schließlich wird durch die Verwendung der Halbsummen das astrologische Deutungsspektrum erheblich vertieft und erweitert. Die Bedeutung von indirekten Halbsummen mag zwar überschätzt worden sein, aber die Plausibilität der direkten Halbsummen ist schwerlich zu bestreiten. Und wer mit Composit-Horoskopen arbeitet, der vertraut – vielleicht, ohne sich dessen bewusst zu sein – auch heute noch auf die Relevanz der Halbsummen.

Das Beispiel Halbsummen zeigt einmal mehr, wie sehr auch astrologische Methoden dem Wandel der Zeit unterworfen sind. Sind die Entwickler bzw. prominenten Vertreter einer Methode verstorben, reduziert sich häufig auch deren praktischer Gebrauch. Dies wird nur dann zu verhindern sein, wenn die Methoden in Erinnerung bleiben oder es Nachwuchs gibt, der sich dafür zu begeistern vermag. Ein Beispiel dafür ist Christoph Odendahl, der in dieser Ausgabe an die Multiplen Direktionen seines Großvaters Stephan Lehrieder erinnert.

Soviel Tradition muss sein.

Dies gilt auch für unsere Rubrik »Geschichte der Astrologie«, in der Ernst Ott nun schon seit einigen Ausgaben an die Wurzeln der Astrologie und ihre geistigen Mütter und Väter erinnert. Was von der langen Geschichte der Astrologie und ihren zahlreichen Methoden bewahrenswert erscheint und was nicht, das wird seit Längerem kontrovers diskutiert. In praktischer Hinsicht wird dies jedoch täglich aufs Neue durch ihren konkreten Nutzen und Gebrauch entschieden. Dabei gilt es Folgendes zu bedenken:
»Tradition ist die Bewahrung des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.« (Gustav Mahler)

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

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