Holger A. L. Faß

Kann man Zucker und Kokain in einem Atemzug nennen und behaupten, diese beiden Stoffe ähneln sich? Die Spontanreaktion lautet häufig: wohl kaum; Zucker geben Eltern ihren Kindern, mit Kokain wären sie wohl weniger spendabel. Und doch: Eine Studie des Oregon Research Institutes legt nahe, dass Zucker und Kokain einiges gemeinsam haben.
Ratten bekamen zunächst unbegrenzte Mengen Zucker. Als man ihnen nach einem Monat den Zucker komplett vorenthielt, entwickelten sie typische Entzugserscheinungen wie man sie sonst nur beim kalten Entzug von harten Drogen wie Morphin oder Kokain kennt.

Über 30 Kilogramm Weißzucker jährlich verbraucht jeder Deutsche durchschnittlich. Das sind knapp 100 Gramm pro Tag. Hinzu kommen natürliche Zucker, wie sie beispielsweise in Obst vorkommen oder in Kohlenhydraten, die vom Körper ebenfalls in Zucker umgewandelt werden. Manche Experten schätzen daher, dass der reale Zuckerkonsum pro Kopf doppelt so hoch sei. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt als Maximal-Menge pro Erwachsenem und Tag lediglich 25 Gramm.

Mit Schokocreme und Pudding wattieren wir uns gegen eine harte, böse Außenwelt und machen uns unempfindlich gegenüber Kälte und Kritik.

Auf astromedizinischer Ebene gehört auch die Bauchspeicheldrüse, genauer gesagt ihre endokrinen Drüsen, zum Venus-Prinzip. In den endokrinen Drüsen werden Insulin und Glukagon produziert, die für den Blutzuckerspiegel zuständig sind. Das Gleichgewicht des Blutzuckerspiegels zu bewahren, erinnert zudem an die Aufgabe des Waage-Zeichens, bei dem es darum geht, etwas in Balance zu halten.

Die Unfähigkeit, Ja zum Leben zu sagen (Venus), bzw. die Unfähigkeit, etwas abzulehnen und zu verneinen (Mars), stehen oft hinter der Zuckersehnsucht.

Bei einer Sucht ist in der Regel das Gleichgewicht zwischen Botenstoffen im Gehirn gestört, hier das Verhältnis von Serotonin und Dopamin. Schauen wir uns die Funktionen der beiden Stoffe genauer an, werden wir feststellen, dass sie eigentlich Marsqualitäten beinhalten.

Es braucht auch eine individuelle Bereitschaft, sich der Sucht anheimzugeben. Diese lässt sich der Radix entnehmen. Immer spielt dabei ein unausgewogenes Verhältnis der Mars- und Venus-Stärken eine Rolle. Doch es gibt nicht die eine Konstellation, mit der wir die Zuckersucht trefflich diagnostizieren können, sondern wir müssen als Astrologinnen und Astrologen genauer hinschauen.

Unser Chefredakteur Holger A. L. Faß unterscheidet in seiner Analyse vier Grundmotivationen, die einer Zuckersucht  zugunde liegen können und sich auf unterschiedliche Weise astrologisch ausdrücken.

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Deklinationen

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* Meridian 2017, Nr. 5 * zum Schwerpunkt Geschlechterrollen: Männlich- weiblich – unerheblich?

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