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Meridian 2018-3 mit dem Schwerpunkt: “Uranus in Stier”



Holger A. L. Faß

Chefredakteur Holger A. L. Faß


Uranus bringt uns Astrolog/innen in eine paradoxe Situation: Er ist der Planet der Überraschungen und der Unplanbarkeit. Er bringt die Zukunft in unsere Gegenwart. Diese Zukunft ist nicht einfach die Fortführung des Bisherigen, sondern etwas völlig Neues. Das Neue ist aber unbekannt. Eine Prognose zu Uranus auszusprechen, kommt daher der Aufforderung nahe, das Noch-nicht-Denkbare zu denken. Um die Auswirkungen eines Uranus-Transits vorherzusagen, müsste man sich außerhalb der eigenen Zeit stellen können und außerhalb des gewohnten Denkrahmens denken können. Würden wir Entwicklungen in der Welt aufgrund von Uranus-Konstellationen eins zu eins prognostizieren, so wäre Uranus nicht mehr der Überraschungsplanet. Im Grunde ist die Fehlprognose die Bestätigung der uranischen Wirkung. Umso mehr Ehrfurcht habe ich vor all jenen Kolleginnen und Kollegen, die den Mut aufbringen, sich in eine Zeit mit Uranus in Stier hineinzuversetzen. Mehrere Autoren nutzen dabei die Erfahrungen der Vergangenheit und schauen, welche Entwicklungen bei den bisherigen Uranus-in-Stier-Zeiten Schubkraft erhielten, so Dr. Reinhard Müller, Martin A. Banger und Stefan Hofbauer. Dabei stellt sich heraus, dass der Technikplanet offenbar in viele Bereiche frischen Wind brachte: von der Mode über Ernährung bis hin zum Grundverständnis naturwissenschaftlicher Weltbilder.

Wenn Sie selbst noch einmal nachspüren wollen, wie die Stimmung war, als Uranus zuletzt ein Zeichen neu betrat, dann können Sie im Meridian-Archiv schmökern: http://meridian-magazin.de/category/2011/ Der Planet des Neuen betrat am 11. März 2011 das Zeichen Widder; am gleichen Tag, als ein Erdbeben vor der Sanriku-Küste der japanischen Region Tōhoku einen Tsunami auslöste, der wiederum zur Nuklearkatastrophe von Fukushima führte. Mögen wir von solchen Katastrophen verschont bleiben!

Deuten wir den Lauf eines Langsamläufers durch ein Tierkreiszeichen, so zielt unsere Aufmerksamkeit berechtigterweise auf gesellschaftliche Trends, Erfindungen, politische und volkswirtschaftliche Entwicklungen, kollektive Erfahrungen und Massenschicksale. Gleichzeitig lohnt sich der Blick in die eigene Radix; denn auch in Ihrem Horoskop gibt es irgendwo ein Stier-Zeichen, das nun von Uranus besucht werden wird. Monika Heer gibt in ihrem Beitrag Hinweise, wie Sie sich in Ihrem eigenen Leben auf die Revolution in Stier vorbereiten können.

Der Revolutionsplanet ist aber auch ein Narr. Er treibt mit uns gerne Schabernack. 'Wie du mir, so ich dir', scheint sich Petra Dörfert gedacht zu haben und bietet uns eine Glosse zu der sieben Jahre andauernden Mundankonstellation. Wahrscheinlich ist das eine weise Haltung: das Unvorhersehbare mit Humor begrüßen.

Betritt Uranus nun das Stier-Zeichen, jährt sich prompt der Geburtstag eines bekannten, ja vielleicht des bekanntesten Stier-Vertreters überhaupt zum 200sten-mal: Karl Marx. Anne C. Schneider war dies ein Anlass, sein Horoskop genauer unter die Lupe zu nehmen, dabei hat sie unter anderem festgestellt, dass die Konstellationen seiner Radix auch über seinen Tod hinaus wirksam sind. Einer anderen Stier-Personengruppe widmet sich Meridian-Neu-Autor Rüdiger Kranzusch: dem Adel. Kurz nach Erscheinen dieses Meridian-Heftes wird die US-Amerikanerin Meghan Markle ihre Schauspielerkarriere beenden und sich den Pflichten des britischen Königshauses widmen, dem sie dann angehören wird: Am 19. Mai heiratet sie Prinz Harry von Wales. Den Unbilden solch einer royalen Hochzeit widmet sich der Autor in seinem Artikel.

Bei diesen und bei allen anderen Artikeln wünsche ich Ihnen überraschende Erkenntnisse, Freude an neuen Einblicken und insgesamt viel Vergnügen.

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Deklinationen

*Meridian 2018, Nr. 2* Deklinationen – die andere Dimension in der Astrologie.

Was erwartet uns 2018?

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