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Meridian 2016-1 mit dem Schwerpunkt: “Mond-Progressionen – Zyklus der Seele”



Markus Jehle

Chefredakteur Markus Jehle


gut eintausend Mondumläufe stehen einem Neugeborenen im Laufe seines Lebens bevor - ein schier endloses Auf und Ab an Gefühlen und Befindlichkeiten. Ein Monat genügt bereits, um mit jedem Punkt und jeder Konstellation des eigenen Horoskops zumindest kurzzeitig in Tuchfühlung zu kommen. Über den Mond können wir uns also wesentlich schneller und besser kennenlernen als über all die anderen Himmelskörper, mit denen wir um die Sonne kreisen.

Dennoch führt der Mond oftmals ein Schattendasein, nicht nur in Neumondphasen. Den eigenen Gefühlen zu folgen, stellt oftmals eine große Herausforderung dar, und wer seine Launen nicht im Griff hat, gilt vielen als kindlich und unreif.

Doch der Mond hat noch einen anderen, wesentlich langsameren Rhythmus - und zwar im Rahmen der Sekundärprogressionen. Lediglich drei progressive Mondumläufe entsprechen der durchschnittlichen Lebenserwartung heutzutage. Um ein Zeichen zu durchwandern, braucht der progressive Mond ca. zweieinhalb Jahre. Hier geht es nicht mehr um vorübergehende Bedürfnisse und Launen - Mondprogressionen beschreiben emotionale Grundstimmungen, die sich über Jahre hinziehen. Der Begriff vom Zyklus der Seele erscheint in diesem Zusammenhang durchaus angebracht.

Während Transite auch als Resonanzpunkte zum Zeitgeschehen zu betrachten sind, handeln Mondprogressionen vom seelisch-emotionalen Innenleben, das zunächst nur jeden Einzelnen ganz persönlich betrifft. Mitunter ticken Transite und Progressionen auch synchron, so etwa beim transitierenden Saturn und dem progressiven Mond, die beide den annähernd gleichen Rhythmus haben und ca. 29 Jahre für einen Umlauf brauchen. So kommen Form und Inhalt in manchen Phasen gut zusammen - ein überaus beglückender Zustand.

Doch mitunter stimmen Mondprogressionen und Transite auch nicht überein, und während beispielsweise Uranus am MC eine berufliche Aufbruchsstimmung und Turbulenzen anzeigt, wandert der progressive Mond durch das 12. Haus oder befindet sich in seiner balsamischen Phase, mit dem Ergebnis, dass man in emotionaler Hinsicht alles andere als startklar ist.

In Einklang mit sich selbst zu handeln - das ist die Kunst, die es bei den Mondprogressionen zu erlernen gilt. In dieser Hinsicht ist der Mond ein geduldiger Lehrmeister. Nicht alle Bedürfnisse und Gefühle sind flüchtiger Natur, und gerade bei den Mondprogressionen gilt in besonderem Maße, dass gut Ding Weile haben will.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Zeit und Muße für eine anregende Lektüre.


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