Digitalversion
Printversion







* Artikel zum
 Schwerpunkt


 Zeigt Ihnen den
 Artikel im Shop
 (neues Fenster).
 Sie können dort
 unverbindlich
 stöbern.


 Klappt in der Liste
 rechts eine Kurz-
 beschreibung des
 Artikel aus / ein.
136

Meridian 2009-4 mit dem Schwerpunkt: “Astrologie und Intuition”


Markus Jehle

Chefredakteur Markus Jehle


Es ist sicherlich eine spannende Frage, welche Rolle die Intuition bei der Deutung von Horoskopen spielt. Klar scheint, dass astrologische Interpretationen das gewisse Etwas haben und äußerst inspirierend sein können, wenn beim Deutenden die Intuition im richtigen Maß vorhanden ist. Deutungen, die vorgeblich »rein intuitiv« sind, fehlt es oft an astrologischem Sachverstand. Wo die Intuition gänzlich fehlt bzw. nur schwer durchdringen kann, klingen die Aussagen meist wie zusammengestückelte Bedienungsanleitungen. Die Kunst guter astrologischer Deutungen besteht demnach darin, die Balance zu halten zwischen rationaler Analyse auf der einen und intuitivem Erspüren auf der anderen Seite.

Noch interessanter erscheint mir allerdings die Frage, welchen Beitrag die Intuition beim Zustandekommen von astrologischem Wissen spielt bzw. in der Vergangenheit geleistet hat. Woher kommt eigentlich das »Wissen« über die Bedeutung von Planeten und Konstellationen? Wie ist es möglich, dass neu entdeckte Himmelskörper, kaum dass ihre Bahndaten berechnet sind, auch schon gedeutet werden? Der Planet Neptun hat beispielsweise erst jetzt seinen ersten Umlauf seit seiner Entdeckung vor knapp 163 Jahren vollendet. Auf »Wissen« und »Erfahrung« können die bisherigen Deutungen also nur bedingt beruhen. Ähnliches gilt für Pluto, ganz zu schweigen von Sedna, Eris, Quaoar und wie sie alle heißen. Ist Intuition also eine unabdingbare Quelle bei der Generierung astrologischer Wissensinhalte? Oder anders herum gefragt, wie viel Logik steckt eigentlich in der Astrologie?

Es wird oft versucht, die Intuition als das Gegenteil von Vernunft erscheinen zu lassen. Doch erst wenn beides zusammenspielt, kann man zu geistigen Höhenflügen ansetzen. Auch wenn viele es nicht glauben mögen: Astrologie ist eine äußerst vernünftige Methode. Und ihre Werkzeuge sind bestens geeignet, um die Intuition zu schärfen. Ihr diagnostisches und analytisches Potenzial ist eine große Hilfe, wenn es gilt, sich Gewissheit über die Bedeutung dessen zu verschaffen, was geschieht und was als Potenzial in einer bestimmten Situation wie beispielsweise der Geburt eines Menschen angelegt ist. Diese analytische Präzision und Tiefe der Astrologie ist das Werk von Menschen, die über einen hellen und wachen Verstand und einen ausgeprägten Forschergeist verfügen. Welchen Anteil die Intuition daran hat, ist eine spannende Frage, die in Zukunft noch zu klären sein wird.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und bin neugierig, was Ihr Bauch dazu sagt.

Tags: , , , ,

Depression – kann Astrologie helfen?

* 2017, Nr. 1 *
Astrologisches Verständnis von Depression. Kann Astrologie hilfreich unterstützen?

Partnervergleich und Synastrie

* 2016, Nr. 6*
Partnerschaftsvergleich in Theorie und Praxis.
Was uns zusammenhält und was uns herausfordert.

Neptun auf der Mondknotenachse

* 2016, Nr. 5 * reflektiert die mundane Konstellation von Neptun im Fisch auf dem Südknoten.

Die Kunst des Neuanfangs

* 2016, Nr. 4 *
Achsen-Transite, Talpunkte, Direktionen, Kaiserschnittgeburten, Zeitqualität

Krisen erfolgreich meistern

* 2016, Nr. 3 *
Transitauslösungen, Lebenszyklen, Stundenastrologie in der Krisenintervention

Chiron in der Deutungspraxis

* 2016, Nr. 2 *
Mit sieben Beiträgen zur Deutung Chirons.