Saturn – Uranus

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Meridian 2008-6 mit dem Schwerpunkt: “Saturn – Uranus”


Markus Jehle

Chefredakteur Markus Jehle


die Zeiten ändern sich ständig. In Phasen, in denen das Leben wie ein langer ruhiger Fluss dahintreibt, ist dies kaum zu merken. In Krisen- und Umbruchszeiten dagegen scheinen sich die Ereignisse förmlich zu überschlagen. Doch die Wahrnehmung trügt, denn alles, was passiert, hat eine Vorgeschichte und ist Ausdruck zyklisch verlaufender Lebensprozesse. Ereignisse fallen nicht plötzlich vom Himmel und insbesondere jetzt, mit dem Wechsel von Pluto in Steinbock, rückt der machtvolle Einfluss der Vergangenheit mehr und mehr ins Bewusstsein. Geschichte lässt sich nicht leugnen, und sie zu verdrängen hat einen hohen Preis. Viele werden in Zukunft sicherlich stärker denn je dazu gezwungen sein, sich zu erinnern, denn es steht eine Abrechnung mit der Vergangenheit an, bei der alte Schulden beglichen und mit Sünden und Verfehlungen abgerechnet wird.

Indem unter Pluto in Steinbock die Ursachen für die aktuellen Probleme erkannt werden und die damit verbundene Verantwortung zum Tragen kommt, wird der Weg für neue Perspektiven und Lösungen frei. Doch nicht immer führen die Erfahrungen der Vergangenheit zwangsläufig in eine bessere Zukunft. Damit nicht endlos die alten Fehler wiederholt werden, muss es zu Mutationen kommen, aus denen Neues entstehen kann. Die dafür erforderlichen Prozesse werden durch den Saturn-Uranus-Zyklus symbolisiert. In den kommenden zwei Jahren erfährt dieser Zyklus durch die Oppositionsphase beider Planeten seinen Höhepunkt. Die damit verbundenen Chancen und Perspektiven werden sich durch ein einfaches »Weiter so!« nicht verwirklichen lassen. Wer jedoch aus den Fehlern der Vergangenheit die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen vermag und sein Verhalten entsprechend ändert, der kann von dieser Spannungsphase des Saturn-Uranus-Zyklus besonders profitieren.

Bankenkrise, Wahldebakel, gestürzte Führungskräfte – die Schlagzeilen der vergangenen Wochen machen deutlich, dass nun entschieden werden muss, wie viel Zukunft die Vergangenheit haben soll. Wo ist ein Bruch mit Traditionen erforderlich, damit Neues entstehen kann? Wo liegen die Grenzen individueller Freiheit? Was muss sich ändern, damit das Bewahrenswerte weiter Bestand hat? Das sind nur einige der Fragen, von denen auch die Beiträge in diesem Heft handeln.

Ja, die Zeiten ändern sich und wir ändern uns mit ihnen, unabhängig davon, ob wir es merken oder nicht. Doch wenn wir die Zukunft verschlafen, werden wir bald eine Vergangenheit haben, die keiner wollte.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

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