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Meridian 2008-3 mit dem Schwerpunkt: “Schuld und Sühne – Pluto in Steinbock”


Markus Jehle

Chefredakteur Markus Jehle


Pluto ist der Planet der Bindung und Verstrickung. In Steinbock macht er uns unsere Bindung an die Vergangenheit bewusst, unser Angewiesensein auf das historisch Gewachsene, unsere Verstrickung mit der Geschichte, die unterschwellig stets gegenwärtig ist. Alle langfristigen Bindungen, Verträge und Übereinkünfte, die aus einem Bedürfnis nach Sicherheit eingegangen wurden, müssen in den nächsten Jahren auf ihre existenzielle Notwendigkeit hin überprüft werden. Was verzichtbar ist, wird ein Ende finden. Nur das, was trägt und Substanz hat, wird weiterhin Bestand haben.
»Was ist wirklich von Dauer?« ist eine der zentralen Fragen, die Pluto in Steinbock aufwirft. Eine mögliche Antwort darauf lautet, dass Traditionen nur dann Bestand haben, wenn sie sich wandeln und erneuern. Wer unter der Bewahrung von Tradition die Anbetung der Asche versteht, auf den kommen schwierige Zeiten zu.
Mit Plutothemen gehen stets auch starke Vorstellungsfixierungen einher, aus denen dann zahlreiche innere und äußere Zwänge resultieren. In Steinbock sind dies vor allem der Zwang zur Norm und der gesellschaftliche Druck, sich an Regeln und Konventionen zu halten. Es dürfte daher in den kommenden Jahren keineswegs einfach sein, die eigene Individualität gegenüber den normativen Zwängen der Gesellschaft zu behaupten. Das wird auch Konsequenzen haben für die Astrologie und die Ausübung astrologischer Tätigkeit.
Pluto-in-Steinbock-Perioden stärken und festigen die Autorität des Staates und werfen zugleich die Frage nach der Legitimation von Macht auf. Es besteht einerseits die Gefahr einer restriktiven Gesetzgebung, andererseits haben Gesetze und Ordnungen, die in dieser Periode geschaffen werden, besonders lange Bestand. Was daher in Zukunft besonders intensiv geprüft werden muss, ist die Frage, wer Verantwortung tragen darf bzw. wodurch die Macht der Legislative jeweils legitimiert ist.
Mit Plutothemen sind stets ein starker psychischer Druck und intensive, leidenschaftliche Emotionen verbunden. Im Erdzeichen Steinbock führt dies zu einem Verdichtungsdruck, bei dem im günstigen Fall in geistiger und spiritueller Hinsicht ähnlich wie in der Natur bei starken Druckverhältnissen edle Diamanten von besonderer Reinheit und Schönheit entstehen. Durch die Krisen– und Wandlungsprozesse der kommenden Jahre werden wir erkennen, was die wahren Schätze sind, die tief in uns und unserer Vergangenheit vergraben liegen, und wir werden hoffentlich dazu in der Lage sein, sie ans Licht zu bringen und zum Nutzen aller strahlen zu lassen. Alles, was wir dazu brauchen, sind ein starkes Rückgrat, Durch- haltevermögen, Verantwortungsbewusstsein und Mut zu konsequentem Handeln.
Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.




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